Wer kennt sie nicht, die „Supernase“ am Gernerfels. Schon das Titelbild der 12. Auflage des Schwertner-Kletterführers zeigt Julian Söhnlein in dieser Route. Nun ist es mit Klettern dort erstmal vorbei. Die Eigentümer des Grundstückes auf dem der Felsen steht, sperrten aus völlig verständlichen Gründen dem Zugang zum Felsen. Wir hoffen für die Eigentümer, dass damit erstmal Ruhe auf dem Grundstück einkehrt.
Nachfolgend das Statement des Grundstückseigentümers:
„Liebe Kletterer, als damals neue Eigentümer des Grundstückes, auf welchem der Gernerfels steht, ermöglichten wir vor fast dreißig Jahren, dass am Gernerfels wieder offiziell geklettert werden darf.
Im Austausch mit der IG Klettern legten wir wenige Regeln fest, die in sämtlichen Kletterführern veröffentlicht wurden: kein Klettern an Sonn- und Feiertagen und nicht nach 19.00 Uhr; Zugang über die in den Kletterführern festgelegten Wege; Hunde an der Leine führen. Etwa 90% aller Kletterer sind in der Lage, diese Regeln einzuhalten. Ausnahmen haben wir, nachdem wir persönlich angesprochen wurden, auch schon oft zugelassen.
Die restlichen 10% wissen von nichts, laufen Sonntag morgens mit dem Führer in der Hand im Garten herum, lassen ihren Hund frei laufen, benutzen unsere Gartenstühle für ein Sonnenbad, zünden sich ein Lagerfeuer an unserer Feuerstelle an. Diese Kletterer haben angeblich keinen oder einen alten Kletterführer oder wussten nicht, dass ein eingezäuntes Grundstück privat sein könnte.
Auch auf manche Kommentare in Kletterführern, die z.T. unwahr sind, würden wir gerne verzichten: Eigentümer haben neue Tour eingebohrt (Sohn heißt Jakob -> Jakobsweg), oberer Teil des Grundstücks wurde gerodet, Obstbäume und Ziersträucher wurden gepflanzt.
Trotz Beschilderung wird regelmäßig ein Tor im Zaun ausgehängt und zum Teil nicht wieder eingehängt, um zum Felsen zu gelangen. Wir sind zutiefst verärgert und untersagen das Klettern bis auf Widerruf! Sollten wir weiterhin Diskussionen mit Menschen, die über unseren Zaun steigen oder unsere Tore aushängen, führen müssen, werden wir den Felsen dauerhaft sperren, was eigentlich nicht in unserem Sinne liegt.“
Foto: Julian Söhnlein in der „Supernase“ (c) Christian Seitz

