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Erwan Legrand meldet Erstbegehung von „Le Bombé Bleu“

Im Sektor „La Plage“ in Buoux wurde von  Marc Le Menestrel im Jahr 1991 eine Route eingebohrt. Dieses Projekt war für die damalige Zeit utopisch schwer. Das 12 Meter lange Projekt heißt „Le Bombé Bleu“ oder einfach „Chantier“, was im Französischen einfach nur „Projekt“ bedeutet. Im Jahr 1993 reklamierte der slowakische Kletterer Juraj Recka die erste Begehung der Route. Ben Moon und andere Kletterer bezweifelten diese Begehung jedoch plausibel, so daß die Begehung auch an Hand eindeutiger Fotos (straffes Seil) nicht anerkannt wurde.

Danach blieb dieses Projekt weiter offen. Chris Sharma, Charles Albert, Nico Pelorson und Alex Megos versuchten sich in der Route.

Dem in der Szene noch recht unbekannte Erwan Legrand gelang nun nach nur 15 Sessions der erfolgreiche Durchstieg. Um besser in den kleinen Löchern zu stehen, kletterte er die Route barfuß.

Im Dezember gab Erwan bekannt, dass er den Zug zum ersten Mal halten konnte, aber es dauerte noch bis zum 11. Februar, bis er erfolgreich den Umlenker klippen konnte.

I’ve been dreaming of this moment for so long, and after 15 hard sessions of trying, it finally happened.
This ascent means so much to me, more than any other. Completing such a beautiful, mythical, and historic route on my home crag is better than anything I could have dreamed of.
The moment I realized I did it was the most powerful I’ve experienced so far.
And I’ll never forget it.

Behind this moment of triumph lie dozens of failed attempts, constant pain in my fingers and toes, and long, frustrating waits because of the relentless rain this winter.
All of this pushed me to my mental limits like no other project ever has. It felt like a trial for me, one that taught me a lot in many ways, and from which I emerge stronger.

Never give up.

Special thanks to my family, my friends and everyone who supported me on this journey. Also to Marc Le Ménestrel, who, 35 years ago (1991), had the vision to bolt this amazing futuristic line and preserved it from being chipped, at a time when most people wouldn’t have believed it could be climbed using only the natural hold.

Le Bombé Bleu“ ist durch ihre unglaublich schwierige Boulderschlüsselstelle im unteren Teil bekannt. Kurz nach der ersten Sequenz folgt ein Dyno von einem flachen Einfingerloch in ein rechtes Zweifingerloch. Dieser Zug galt lange als unmöglich. Auch nach diesem Dyno ist die Route alles andere als vorbei. Danach schließt – ohne jegliche Ruheposition – ein kurzer Abschnitt im Grad 8c+/9a direkt an, was 1991 auch noch am oberen Ende der Schwierigkeitsskala gewesen ist.

Der 17-Jährige Franzose ist der Sohn des französischen Kletterstars François Legrand.

Video: Erwan Legrand coche Le Bombé Bleu

Video: @FredRipert

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