Im Todesfall am Stüdlgrat am Großglockner wurde nun ein Urteil gesprochen. Der 39-jährige Freund der Erfrorenen wurde zu fünf Monate auf Bewährung und 9.600 Euro Geldstrafe in erster Instanz verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da der Verurteilte in Berufung geht.
Der Bergunfall am Großglockner geriet schnell in den Schlagzeilen: Am 18. Januar 2025 geriet eine Zweierseilschaft am Südlgrat in Bergnot, wobei eine 33-jährige Frau ihr Leben verlor. Die Vorwürfe wogen schwer. Der Mann habe die Frau u. a. ohne Wind- und Kälteschutz zurückgelassen. Die Frau erfror in der Nacht auf den 19. Januar 2025.
Über die Geschehnisse unterhalb des Glocknergipfels gibt es widersprüchliche Aussagen der Bergretter (Alpinpolizei) und des 39-Jährigen (in manchen Quellen auch 36) Begleiters.
Kern der Auseinandersetzung ist ein Anruf des Beschuldigten bei der Alpinpolizei um 0:35 Uhr am 19. Januar. Der 39-Jährige hatte Ende Juni nach monatelangem Schweigen in einer ersten Stellungnahme gegenüber der Innsbrucker Staatsanwaltschaft über seinen Anwalt Kurt Jelinek zu der tragischen Wintertour am Großglockner Stellung genommen und dabei unter anderem erklärt, dass es sich dabei um einen Notruf gehandelt habe.
Die Alpinpolizei hingegen behauptet das genaue Gegenteil. „Das Vorliegen einer Notsituation wurde auch in diesem Telefonat nicht zum Ausdruck gebracht”, hatte die Behörde dazu kurz nach der ersten, etwas ausführlicheren Stellungnahme des Beschuldigten zu den Vorkommnissen erklärt. Dies sei erst „mehr als zwei Stunden später” bei einem zweiten Anruf erfolgt. Die Sicherheitsbehörde hatte sich dagegen verwahrt, Alpinpolizisten „aus verfahrenstechnischen Gründen im Vorfeld eines klärenden Verfahrens öffentlich in Misskredit” zu bringen.
Das Urteil wirft natürlich Fragen auf. Wann greift die Eigenverantwortlichkeit am Berg. Ist es „legitim“ eine Person im einer Notsituation zurückzulassen. Scheibt uns Eure Meinung.
Quelle: salzburg.orf.at
Foto: (c) klettermatzel_riesa




[…] Topos: Topo und weitere Infos […]
Ja leider ist Entscheidung für eine bessere Struktur und Förderung des Leistungssports im DAV um ein Jahr auf kommenden Spätherbst…
Fragt doch mal leise beim Namensgeber des "Nationalkaders" an. Der größte Verein nach dem ADAC, hat jahrelang einen Klettertempel nach…
Respekt!
wir kletterten den Freney 1985 in 7 Stunden, das war bis dato die absolut schnellste Seilschafft K. Kreiner staatl. gepr.…