Video: David Firnenburg holt sich eine Begehung von "Papichulo" (9a+)

David Firnenburg weilt im spanischen Oliana und konnte sich nun die 20. Begehung der Route „Papichulo“ im spanischen Klettergebiet Oliana holen. Die Chris Sharma Route stammt aus dem Jahr 2009. David konnte seine dritte Route in diesem Grad nach 7-8 Sessions klettern.

after some 7-8 sessions. „Happy to reward the hard work I’ve invested with an ascent of this amazing line. Interesting process of projecting including up’s and down’s, warm weather conditions and bad skin. Kept believing in my abilities and stayed patient. Feeling relieved now. Oliana is prime!“

Warum hast du Dir diese Route ausgesucht?

Papichulo habe ich gewählt, weil ich wieder mal eine Route an meinem Limit klettern wollte. Ich habe diese Herausforderung gesucht. Außerdem ist Papichulo sehr ästhetisch. Sie ist lang (~45m) und zieht den größten Teil an dem grauen verkalkten Felsen Olianas entlang, der schöne Löcher, Sinter und Leisten aufweist.

Wieviel Versuche hast du benötigt:
Ich habe etwa 7-8 Sessions benötigt, bin aber nach einer längeren Lern- und Studienphase in Zürich relativ unfit in Oliana angekommen. Hatte vorab kaum Ausdauer trainieren können, die man für 45-50m Routen in Oliana braucht. Deshalb habe ich etwas länger als sonst für mein Projekt gebraucht, aber ich habe den Prozess des Sich-Stetig-Steigerns und Trainierens in der Route genossen.

Was war die Crux für dich?
Die Rotpunkt-Crux für mich persönlich lag in der zweiten Hälfte der Route, vor dem letzten Ruhepunkt vor der Ausstiegsplatte. Eigentlich ist der erste Teil der schwierigere Teil. Aber man ist im zweiten Teil schon ziemlich gepumpt und muss dann eine anhaltende Passage mit einem Abschlusszug in ein Mono noch meistern. Dort oben, ca. 35m bereits geklettert, bin ich 2 Mal vor dem Durchstieg gefallen.

Was zeichnet die Route aus?
Die Route ist eher ausdauernd und weniger maximalkräftig, weil lang. Deshalb muss man zügig und ökonomisch klettern. Man muss zudem in der Lage sein, sich an den bescheidenen Ruhepunkten erholen zu können. Außerdem braucht man Fingerkraft (zwei kleine Zwei-Finger-Aufsteller und zahlreiche Leisten) und muss beweglich sein (habe ein extremes Drop-Knee gesetzt).

Pro-Tipp: Zeitlich am besten im März probieren, da es dann noch kühle Temperaturen gibt und der Fels lange im Schatten ist (ab ca. 14/15 Uhr). Jetzt im Januar musste ich teilweise den ganzen Tag warten, bis die Sonne weggeht und hatte bis es dunkel geworden ist (ca. 17:30h) 1-2 effektive Versuche geben können. Deshalb habe ich ein paar Night-Sessions mit Stirnlampe gemacht.

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