Eva Hammelmüller schon länger stark am Fels, konnte nun mit „Bombardino“ ihre erste [9a+]-Route klettern. Sie holte sich damit die bereits dritte Frauenbegehung der Route.

Als ich Bombardino letztes Jahr zum ersten Mal einen Tag probierte, schaffte ich 2 Züge in der Schlüsselstelle nicht. Trotzdem war mir klar: Das könnte für mich ein nächster großer Schritt sein. Ein Jahr verging, und als ich vor zwei Wochen zurückkam, hoffte ich einfach, irgendwie eine Lösung für die fehlenden Züge zu finden. Es lief besser als erwartet: Ich konnte in meiner ersten Session dieses Jahr nicht nur alle Einzelzüge klettern, sondern bereits auch erste Links machen. In diesem Moment wusste ich, dass ich diese Route klettern kann. Eine Woche später kam ich mit besserer Haut und guten Bedingungen zurück nach Arco und war bereit, ernsthafte Versuche zu machen. Ich war unglaublich nervös und hatte eigentlich keine großen Erwartungen … bis ich plötzlich durch die gesamte Schlüsselstelle kletterte und den Umlenker meiner bisher schwersten Route erreichte.

Die Route „Bombardino“ wurde von Alfredo Webber eingebohrt und dann an Adam Ondra weitergegeben. Dieser eigentlich mit „Bomba“ [9b] beschäftigt konnte erstmals im Jahr 2022 die Route Rotpunkt klettern. Bei der Route handelt es sich um eine für den Grad eher untypische kleinstgriffige technische Pattenkletterei. Adam bewertete die Route mit 9a+/b, welche Stefano als erster Wiederholer leicht auf 9a+ abwertete.

Danch gab es Begehungen von Giovanni Placci und die erste weibliche Wiederholung durch Laura Rogora. Danach zogen Barbara Zangerl und der erst 17-jährige Gianluca Vighetti nach.

Foto: (c) Felix Mast