Simon Gietl mit zweiter Wintersolobegehung am Heiligkreuzkofel

Schon eine Woche nach der geglückten ersten Wintersolobegehung am Mittelpfeiler des Heiligkreuzkofel kehrte der Südtiroler Kletterer Simon Gietl über das Val Badia zurück, um allein die bekannte „Große Mauer“ (VII-) zu durchsteigen. Diese wurde im Jahr 1969 von Reinhold Messner und Hans Frisch eröffnet.

Am vergangenen Donnerstag, dem 25. Februar 2021, packte Simon seinen Schlafsack und die komplette Biwakausrüstung. Beides erwies sich später als überflüssig, weil er wieder bei Tageslicht den Gipfel erreichte. Für diese Unternehmung an der Großen Mauer entschied sich Simon gegen Schlafsack und Biwak Equipment, jedoch für seinen leichten Gleitschirm, den er im Rucksack mitnahm. Simon, der erst vor etwa einem Jahr mit dem Paragleiten begann, zielte darauf ab, nach Erreichen des Gipfels, schnell zurück ins Tal zu gelangen.

Am 4. März 2021 um 5.30 Uhr startete Simon am Parkplatz “Castalta”. Gegen 8.00 Uhr begann er zu klettern. Schon 12.15 Uhr stand er am Gipfel.

Für die erste Seillänge nutzte der Alpinist noch seine Steigeisen. Anschließend stieg er auf Kletterschuhe um.
Oben angekommen, gönnte er sich eine Pause und genoss die stille Atmosphäre. Danach wählte er günstigen Startplatz zum Fliegen und erreichte schon um 14.00 Uhr sein Auto.

Statement Simon Gietl:

Die Kombination aus einer Solo-Tour mit Paragliding ist für mich ein neuer Schritt in meiner Art Berge zu besteigen. Es war für mich eine großartige Premiere.“

Simon Gietl

Staatlich geprüfter Berg- & Skiführer

+39 347 4474950

www.simongietl.it

Hoch über den Gadertal über Alta Badia thornt der fast 3000 Meter hohe Heiligkreuzkofel mit seiner imposanten Westwand. Die Zweitbegeher beschrieben sie als außergewöhnlich schöne, steile Felskletterei mit beeindruckendem Quergang und ausgesetzten Rissen (u.a. phantastische Piaz-Risse). Fester, dunkler Fels inmitten der schwarzen Platten bietet (auch optische) Genüsse erster Qualität. Einzige Einschränkung: die Schuppe, an deren Oberkante nach rechts gequert werden muss, klingt gefährlich hohl! Sie befindet sich aber immer noch seit langen Jahren in der Wand.

Die erste Wiederholung gelang Darshano L. Rieser, R. Schiestl, H. Mariacher und E. Wurm im August 1977 Rotpunkt.

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