Simon Gietl konnte mit „Identität“, im „klassischen“ Stil und allein, eine neue Route am Mittleren Zwölfer 3011 (m s.l.m) in den Dolomiten erschliessen. Die Route wurde von Simon im Trad-Stil von unten und ohne Bohrhaken erschlossen.

„Diese Route bedeutet mir sehr viel“, sagt der Südtiroler Alpinist Simon Gietl über sein jüngstes gelungenes Projekt, der Solo-Erstbegehung an der Westwand des Mittleren Zwölfers in den Sextner Dolomiten.
Es war wie schon öfter bei Simon: Während einer kurzen Pause beim Aufstieg auf eine der Drei Zinnen, die er schon einige Male geklettert ist, war es der Blick auf die  500 Meter steile Wand am Mittleren Zwölfer, die in ihm etwas auslöste, das ihn nicht mehr in Ruhe ließ.
Dieser erste „Unruhe-Blick“ ist schon fast  10 Jahre her, die Unruhe ist geblieben und heuer sollte es dann endlich soweit sein. Als idealer Seilpartner für sein Vorhaben schien ihm sein deutscher Freund Robert Jasper, mit dem er bereits einige Projekte verwirklicht hat. Eine Verletzung zwang Jasper aber, das Vorhaben aufzugeben und so fuhr Gietl alleine ins  Oberpustertal, und das insgesamt 6 Mal, bis er sie gepackt hatte , seine  „Identität“, wie er seine neue Route nannte. „Identität deshalb, weil diese Linie für mich das darstellt, was mich als Mensch und als Bergsteiger in den 20 Jahren geprägt hat“, sagt Gietl.
Allein in der Wand war, wie Simon bald feststellen musste, aufgrund der lockeren Beschaffenheit des Geländes anstrengend und mit sehr viel Vorsicht zu genießen.
Bei seiner Erstbegehung musste Gietl in der 500 Meter steilen Wand Schwierigkeitsstufen bis 8/A1 überwinden zur Absicherung verwendete er keine Bohrhaken.
„Es war, ist und bleibt ein großes Abendteuer“ so Gietl . Jetzt, nachdem die Neue Linie erstbegangen ist , möchte er noch einmal wieder kommen um seine „Identität“ erstmals  sturzfrei durchzuklettern.

Fotos: Daniel Hug

Simon Gietl

Staatlich geprüfter
Berg- &Skiführer
+39 347 4474950

www.simongietl.it