Martin Feistl mit Tobias Stadler mit Mixed-Neutour "King-Kong" M7, WI 6)

Anfang Februar gelang Martin Feistl mit Tobias Stadler zusammen an der Schwarzwand im Verwall (Tirol) die neue Mixed-Tour „King Kong“ (M7, WI 6). Die Erstbegehung erfolgte Onsight. Für Wiederholer ist die Länge nun einfach gut absicherbar und etwas geputzt.
Über leichte Eiskletterei wahlweise über die Routen „Badewanne“ oder „Dear Mum“ folgend dünne Glasuren, die unter die Schlüssellänge führen. Dort Kletterei an mehreren Eispilzen mit folgender 5 Meter Querung in extremer Ausgesetztheit an ebenso extrem brüchigem Fels. Eine letzte Länge über einen dünnen Eisvorhang verlangt noch einmal beherztes Klettern.
Genaue Routenbeschreibung:

Die Linie verlässt die klassische „Badewanne“ nach den ersten 60 Metern, führt dann über dünn glasierte Platten zum gebohrten Standplatz der „Dear Mum“ und zieht dann in 2 Seillängen zum Ausstieg der Badewanne zurück. In der Schlüssellänge handelt es sich um Kletterei an Eispilzen bis unter den zentralen Mörder-Zapfen. Eine Begehung dieses über 10 Meter freihängenden Zapfens war unser ursprünglicher Plan, er wartete aber auf kältere Verhältnisse und einen Vorsteiger mit WI 7 Moral (Etwa auf Höhe Zapfenbeginn eine 13er Schraube und 1 Meter höher ein guter Schlaghaken, danach muss 10 Meter geklettert und gebetet werden. Am 3. Feber 2019 sehr warm uns sich entsprechend selbst aufläsendes, röhriges Eis; bei optimalen Bedingungen sicherlich kletterbar). Wir sind extrem luftig in ebenso extrem brüchigen Fels nach links an den Zapfen zum Direktausstieg der „Badewanne“ gequert. Im 2. von 2 Schlaghaken hängt ein Karabiner zur Nachsteigersicherung des außerordentlich athletischen Schwungs an den Zapfen ran. Danach folgt noch eine sehr ernste Eislänge über einen dünnen, überhängenden Vorhang zur Abseillschlinge von der „Badewanne“.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Die Schwierigkeit der 3. Seillänge ist enorm von der Eislage und Begehungszahl abhängig. Mit steigenden Wiederholungen wird die Felspassage zumindest kontrollierbarer. Die überhängende letzte Seillänge dürfte sich nach unserem Einpickeln zumindest kurzzeitig bei WI 5 bewegen. Insgesamt im Moment (Februar 2018) ist die Route erheblich anspruchsvoller als die mit WI 6+ bewerteten Nachbarrouten. Jedoch sind für die Route keine Kriterien für den 7. Eisgrad gegeben.

Technische Daten:
Erstbegeher:

Martin Feistl mit Tobias Stadler am 03.02.2019

Seillänge:

2 x 60 m

Material:
8 Expressschlingen

Friends: Totem schwarz, lila, rot

Tendenziell eher kurze Eisschrauben.

Zustieg zur Wand:

Über die Brücke zum Kraftwerk gegenüber vom Parkplatz, an diesem gerade durch den Wald auf eine Forststraße, diese queren und durch einen Erdwall in Falllinie über eine Rinne unter den Fall.

Text und Fotos: (c) Martin Feistl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Social media & sharing icons powered by UltimatelySocial