Kneepads vor vier Jahren eher sehr selten, werden wohl immer mehr, vor allem in längeren Routen, verwendet. Selbst Alexander Megos, eigentlich ein „Kneepad-Muffel“,  verwendete diese bei der Begehung von  „Pure Dreaming“ (9a) und wertete sie daraufhin ab. Seine Toproute „Bibliographie“ kletterte er allerdings noch ohne Kneepads. Vermutlich ist auch der Vorteil von Kneepads in dieser Route bieten eher gering. Als Vergleich dazu ist Adam Ondra fast nur noch mit „Kneepads“ anzutreffen. Schon in seiner Toproute „Silence“ (9c), der ersten 9c-Route der Welt, verwendete Adam, zwischen den boulderlastigen Schlüsselstellen, die Kneepads als „Fixierung“ beim Rasten. Die Route wäre sicherlich ohne „Kneepads“ um Einiges schwerer. Bei Adam, aber auch anderen Kletterern, kam und kommt es zu immer mehr Abwertungen von Routen und Bouldern, natürlich nicht nur wegen der verwendeten Kneepads. Die eigene Fixierung in geeigneten durch die Knieklemmer mit Kneepads zum „Schütteln“ hat Adam mittlerweile perfektioniert. Das zeigt das Video von Adams Begehung von Stefano Ghisolfis „Beginning“ (9a) in Arco. Auch andere Spitzenkletterer greifen immer mehr zu diesem Hilfsmittel, wie zum Beispiel auch Laura Rogora in „Ali Hulk Extension total (sit)“ (9b) oder Stefano Ghisolfi in „Change Teil 1“ (9a+/9b).

Natürlich sind Kneepads ein legitimes Mittel zum Klettern, wie auch Kletterschuhe oder Risshandschuhe, sorgen aber leider dafür, daß die Begehungen bestimmter Routen oder Bouldern nicht mehr mit den Begehungen ohne Kneepads vergleichbar sind. Bei anderen Routen und Bouldern wird der Unterschied durch fehlende „Kneebars“ nicht so signifikant sein. Vielleicht wäre das Klettern „ohne Ruhen“ vergleichbarer, würde aber den „Ausdauerkletterern“ wiederum Vorteile bringen. Auch kann man allgemein schwer Ausdauerrouten mit Bouldern oder kurzen Routen vergleichen.